Semi di anice: storia, curiosità e usi di una spezia antica

Anissamen haben einen sympathisch klingenden botanischen Namen: Pimpinella anisum.

Dieses alte Gewürz, das seit der Antike im gesamten Mittelmeerraum verwendet wird, ist vor allem für seinen Duft bekannt.
Obwohl sie von der Form her klein sind, sind Anissamen reich an ätherischen Ölen, die für ihr unverwechselbares Aroma verantwortlich sind. 

Ein Aroma, das sich vor allem beim Kochen entfaltet und die Küche sowie das ganze Haus auf angenehme Weise mit süßen und würzigen Noten erfüllt. 

Anissamen in der Geschichte 

Die aus dem Nahen Osten stammenden Anissamen haben sich auch in Europa verbreitet und sind zu einem der meistverwendeten Gewürze in der Küche und in der Pflanzenheilkunde geworden.

Bereits im alten Ägypten wurde Anis nicht nur wegen seines süßen und aromatischen Geschmacks geschätzt, sondern auch wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften. 

Die Griechen verwendeten ihn fast täglich: Hippokrates empfahl ihn zur Linderung von Husten und Magenbeschwerden. Doch erst bei den Römern hielt der Anis wirklich Einzug in die Gastronomie: Bei den Festmahlen der Elite, von denen auch Plinius der Ältere berichtet, wurde er in gewürzten Süßspeisen verwendet, die am Ende der Mahlzeit serviert wurden – fast wie ein Vorläufer der heutigen Digestifs. 

Im Mittelalter verbreitete sich sein Duft zusammen mit Händlern und Mönchen in ganz Europa. In den Klostergärten wuchs der Anis neben Heilkräutern und wurde zu einer Zutat für Aufgüsse, Liköre und medizinische Zubereitungen. Er war ein kostbares Gewürz, das von einer fast magischen Aura umgeben war: Man glaubte, er könne die Verdauung fördern, den Körper schützen und sogar das Verlangen anregen. 

Mit der Renaissance und der Erschließung der großen Handelswege wurde Anis leichter erhältlich und fand Einzug in die bürgerliche Küche. In dieser Zeit entstanden viele Traditionen, die bis heute fortbestehen: von Gewürzplätzchen bis hin zu aromatischen Likören. 

🚨 Wissenswertes – Anissamen: der Kaugummi von früher
Man erzählt sich, dass Anissamen nach den Mahlzeiten verwendet wurden, um den Atem zu erfrischen und die Verdauung anzuregen. Im Grunde genommen also die Vorläufer des modernen Kaugummis! 

Von Kräutertees über alkoholfreie Cocktails bis hin zu Likören: Anissamen zum Trinken 

Vom einfachen hausgemachten Aufguss bis hin zu raffinierten Mischungen – Anissamen werden seit Jahrhunderten in vielen verschiedenen Formen "getrunken“.

In Kräutertees entfalten sie süße und balsamische Noten, die sich ideal eignen, um eine Mahlzeit auf leichte Weise abzurunden; in alkoholfreien Cocktails hingegen verleihen sie dem Getränk aromatische Tiefe, vor allem in Kombination mit Zitrusfrüchten und frischen Kräutern. 

Doch in der Welt der Spirituosen findet der Anis seinen ikonischsten Ausdruck: Neben dem Sambuca in Italien und dem Pastis in Frankreich reihen sich weltweit verbreitete Traditionen ein, wie der griechische Ouzo, der türkische Rakı, der Arak aus dem Nahen Osten oder die süßere und mildere Anisette.

Ein Mosaik aus unterschiedlichen Kulturen und Ritualen, vereint durch denselben aromatischen Faden, der einen kleinen Samen zum Protagonisten genussvoller Erlebnisse macht. 

Anissamen in der Küche
Der süße und balsamische Geschmack der Anissamen macht sie zu einer geeigneten Zutat für süße und herzhafte Gerichte, die nicht wenige geschmackliche Überraschungen bereithalten.

Von der Tradition bis hin zu den innovativsten Gerichten – mit diesem Gewürz kann man in der Küche wirklich Spaß haben. Wichtig ist nur, daran zu denken, dass Anissamen sehr intensiv sind, daher sollte man sie sparsam dosieren!

💡 Hier sind ein paar einfache Ideen, wie du sofort loslegen kannst 

Kalabrische Taralli mit Anissamen
Ob zum Frühstück, zum Aperitif oder als kleiner Snack – Taralli dürfen in keiner kalabrischen Speisekammer fehlen: Sie sind das Hausmannskost-Komfortessen schlechthin! 

In Italien gibt es über zwanzig verschiedene Taralli-Sorten, und die kalabrischen sind die einzigen, die zweimal gebacken werden: Sie werden zuerst gekocht und dann im Ofen gebacken. Gerade dieser doppelte Backvorgang macht sie knusprig und mürbe.

Während des Backens erfüllen die Anissamen die Küche mit einem warmen, vertrauten Duft, der schon vor dem ersten Bissen Appetit macht. 

Beim Backen erfüllen die Anissamen die Küche mit einem warmen, vertrauten Duft, der schon vor dem ersten Bissen den Appetit anregt.

Die Zubereitung zu Hause ist nicht schwer, man braucht nur etwas Geduld beim Ausrollen, damit sie sich beim Backen nicht öffnen. 

Zu diesem Anlass haben wir unseren Familienkalender mit unserem Originalrezept eröffnet

Zutaten
• 300 g Mehl Typ 00
• 150 g Hartweizengrieß
• 180 ml Wasser
• 1 Teelöffel Salz
• 1 Esslöffel Anissamen
• 1 Glas natives Olivenöl extra

Zubereitung
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und 30 Minuten unter einem Geschirrtuch ruhen lassen.
Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen; in der Zwischenzeit kleine Teigstränge formen und daraus Taralli formen, dabei darauf achten, dass sie gut verschlossen sind.


Die Taralli einige Sekunden lang blanchieren und sobald sie an die Oberfläche steigen, auf einem trockenen Geschirrtuch abtropfen lassen.
Auf ein Backblech legen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze 30 Minuten lang backen, bis sie goldbraun sind. 

Nicht nur Taralli.

Mit Anissamen lassen sich viele süße und herzhafte Köstlichkeiten zubereiten, wie zum Beispiel die folgenden kinderleichten Rezepte.

Also, nichts wie ran an den Herd und los geht’s mit dem Kneten!