Kurkumapulver gehört zu den Gewürzen, die man, sobald man sie einmal probiert hat, immer im Vorratsschrank haben möchte. Durch seine goldene Farbe und seinen erdigen Duft ist es sofort erkennbar, doch vor allem seine Vielseitigkeit überzeugt: Man verwendet es in Getränken, in Backteigen und frischer Pasta sowie in Hefeteigen.
In den letzten Jahren hat sie sich zu einem festen Bestandteil vieler Alltagsrezepte entwickelt – nicht nur bei Liebhabern der würzigen und orientalischen Küche, sondern auch bei allen, die nach einfachen Ideen und Zutaten suchen, die Gerichte interessanter und optisch ansprechender machen. Die drei Rezepte in diesem Artikel sind einfache Zubereitungen, die jeder nachkochen kann, die aber in Geschmack und Aussehen überraschen.
Von der Golden Milk, dem wunderbaren ayurvedischen Getränk, bis hin zu hausgemachten Hefeteigprodukten wie Brot und Focaccia – Kurkuma verwandelt einfache Rezepte in etwas Kreatives und Leckeres, das auch optisch überzeugt.
Mach dich bereit für drei Rezepte, die du unbedingt ausprobieren möchtest!
Golden Milk: Ursprung und Bedeutung des berühmten Kurkuma-Getränks
Golden Milk (Goldmilch) ist ein Heißgetränk aus Milch und Kurkumapulver, das seinen Ursprung in der indischen Ayurveda-Tradition hat, wo es als fester Bestandteil der kulinarischen Kultur und der ayurvedischen Wellnesspraktiken galt.
Weltweit bekannt wurde es erst kürzlich, als es wiederentdeckt und als „Wellness“-Getränk neu interpretiert wurde und in Kochblogs und sozialen Medien an Beliebtheit gewann. Dies hat dazu beigetragen, dass es zu einem der meistgesuchten Rezepte geworden ist, wenn es um Kurkumapulver und dessen Verwendung geht, vor allem wegen seiner Einfachheit und der unkomplizierten Zubereitung.
Sein Erfolg hängt auch mit seinem Geschmacksprofil zusammen: Der milde Geschmack der Milch verbindet sich mit den würzigen Noten der Kurkuma, oft ergänzt durch Zimt, Ingwer und schwarzen Pfeffer, und ergibt so ein ausgewogenes und aromatisches Getränk. Durch ihre charakteristische goldene Farbe ist sie sofort erkennbar und auch optisch sehr ansprechend.
Heute wird Golden Milk vor allem als warmes Abendgetränk oder als Alternative zu Kräutertees getrunken.
Golden milk
Zutaten für eine Tasse:
• 1 Tasse Milch*
• 1 Teelöffel Kurkuma
• 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer
• 1/2 Teelöffel Ingwer (nach Belieben)
• 1/2 Teelöffel Zimt (nach Belieben)
• 1 Teelöffel Honig oder Ahornsirup
*Du kannst Kuhmilch oder ein pflanzliches Getränk deiner Wahl verwenden
Zubereitung
Erhitze die Milch in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze.
Füge Kurkuma, schwarzen Pfeffer, Ingwer und Zimt hinzu. Rühre gut um und bringe die Mischung leicht zum Kochen.
Die Hitze reduzieren und etwa 5–10 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Nach Belieben Honig oder Ahornsirup hinzufügen.
In eine Tasse füllen und dein Getränk genießen!
👉 Hast du lieber ein kaltes Getränk? Bereite die Golden Milk zu, lass sie im Kühlschrank abkühlen und serviere sie dann mit Eis.
Hausgemachtes Kurkuma-Brot
Das Kurkuma-Brot ist ein weicher Laib mit einer intensiven goldgelben Farbe und einem würzigen Duft, der sich perfekt eignet, um den Alltagstisch mit einer originellen Note zu bereichern.
Die Zugabe von Kurkumapulver zum Teig verändert nämlich nicht nur das Aussehen des Brotes, sondern bereichert auch sein Aroma und macht es sowohl pur als auch als Grundlage für süße oder herzhafte Kombinationen interessanter.
Dieses Rezept ist in der Hausmannsküche sehr beliebt, da es auf einem einfachen Teig basiert, der sich leicht individuell anpassen lässt und sich auch für Anfänger eignet, die sich zum ersten Mal an selbstgebackenes Hefebrot wagen. Das Ergebnis ist ein Brot, das innen weich ist, eine leichte Kruste hat und eine natürliche goldbraune Farbe aufweist.
Kurkuma-Brot
Zutaten für einen Laib:
• 350 g Weichweizenmehl (Typ 0 oder Manitoba)
• 150 g Mehl Typ 1
• 5 g Kurkumapulver
• 5–7 g frische Hefe (oder 2–3 g Trockenhefe)
• 350 ml lauwarmes Wasser
• 9–10 g Salz
• 1 Esslöffel natives Olivenöl extra
Zubereitung
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. In einer großen Schüssel die beiden Mehlsorten mit dem Kurkuma vermengen, dann das Wasser mit der Hefe hinzufügen.
Kneten, bis ein schöner, homogener Teig entsteht. Zum Schluss das Salz hinzufügen und weiterkneten.
Lass den Teig in einer leicht mit Öl eingefetteten Schüssel gehen und deck ihn mit Frischhaltefolie ab. Er muss sein Volumen verdoppeln, was etwa 2–3 Stunden dauert (je nach Temperatur).
Nach Ablauf dieser Zeit formst du den Laib und lässt ihn, weiterhin abgedeckt, mindestens eine weitere Stunde gehen.
Das Kurkuma-Brot wird zunächst 10 Minuten lang im auf 220 °C vorgeheizten Backofen bei Ober-/Unterhitze gebacken, dann wird die Temperatur auf 200 °C gesenkt und der Backvorgang etwa 25–35 Minuten lang fortgesetzt, bis das Brot vollständig gebräunt ist.
Die Backzeiten können je nach Ofen und Größe des Laibs leicht variieren.
Wie man erkennt, ob das Brot fertig ist
Um zu prüfen, ob das Brot fertig gebacken ist, reicht es nicht aus, nur auf die Backzeit zu achten; es ist sinnvoll, auf einige praktische Anzeichen zu achten:
• Die Kruste muss schön goldbraun und gleichmäßig sein, mit einer einheitlichen Farbe über die gesamte Oberfläche
• Wenn du leicht gegen den Boden klopfst, solltest du einen "hohlen“ Klang hören – ein Zeichen dafür, dass das Brot innen richtig durchgebacken ist
• Das Brot muss sich leicht und trocken anfühlen, ohne weiche oder feuchte Stellen
Hausgemachte Focaccia mit Kurkuma: luftig und goldbraun
Die Kurkuma-Focaccia ist eine kreative Variante der traditionellen Focaccia, die sich durch einen weichen Teig, eine goldbraune Oberfläche und einen zart würzigen Duft auszeichnet.
Das Ergebnis ist eine innen weiche, luftige Focaccia mit einer schönen Porenstruktur, die sich perfekt frisch aus dem Ofen genießen oder zu Aperitifs, Brunchs und ungezwungenen Abendessen servieren lässt.
Dank seines milden Geschmacks lässt er sich gut mit frischen und würzigen Zutaten kombinieren: Weichkäse, gegrilltes Gemüse, Hummus, Räucherlachs oder einfach nur natives Olivenöl extra und Rosmarin.
Focaccia mit Kurkuma
Zutaten
• 500 g Mehl Typ 0 (oder Manitoba-Mehl für mehr Lockerheit)
• 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)
• 300–320 ml lauwarmes Wasser
• 2 Teelöffel Kurkumapulver
• 10 g Salz
• 2 Esslöffel natives Olivenöl extra (+ etwas mehr für die Arbeitsfläche)
Zutaten für
👉 1 runde Focaccia (28–30 cm Durchmesser)
oder
👉 1 dickere Focaccia (24–26 cm Durchmesser)
Zubereitung
Für die Zubereitung der Kurkuma-Focaccia löse die Hefe in lauwarmem Wasser auf, damit sie zu gären beginnt. Vermische in einer großen Schüssel das Mehl mit dem Kurkumapulver und rühre gründlich um, damit sich die Farbe gleichmäßig im Teig verteilt.
Gib das Wasser mit der Hefe nach und nach hinzu und beginne zu kneten, bis eine homogene Masse entsteht. Füge anschließend das Salz und das native Olivenöl extra hinzu und knete den Teig weiter, bis er weich, elastisch und geschmeidig ist.
Den Teig abdecken und gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Sobald er fertig ist, den Teig vorsichtig in eine gut geölte Backform geben – dabei darauf achten, dass er nicht zu stark zusammenfällt – und mit einem Geschirrtuch abgedeckt zum zweiten Mal gehen lassen (das dauert bei Raumtemperatur etwa 60–90 Minuten).
Vor dem Backen die Oberfläche mit etwas Öl bestreichen und nach Belieben eine Prise grobes Salz und etwas Rosmarin darüber streuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 220 °C etwa 20–25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und leicht knusprig ist.
In den letzten Minuten kannst du den Boden überprüfen: Er sollte trocken und schön gebräunt sein – ein Zeichen dafür, dass er auch innen durchgebacken ist.
Nach dem Backen lässt du ihn auf einem Kuchengitter gut abkühlen und genießt ihn dann nach Belieben!
Wissenswertes über Kurkuma
1. Kurkuma hinterlässt leicht Flecken
Kurkuma hat eine sehr intensive Färbekraft und kann leicht Flecken auf Küchenutensilien, Textilien und hellen Oberflächen hinterlassen. Bei der Verwendung in Teigen oder Getränken sollte man vorsichtig vorgehen und eventuelle Rückstände sofort entfernen. Es empfiehlt sich, Behälter aus Holz oder Kunststoff zu vermeiden und stattdessen solche aus Edelstahl oder Keramik zu verwenden.
2. Die Dosierung sollte ausgewogen sein
Eine zu große Menge Kurkuma kann den Geschmack zu dominant oder leicht bitter machen. In den meisten Rezepten reicht schon eine kleine Menge aus, um ein gutes Gleichgewicht zwischen Aroma und Farbe zu erzielen.
3. Schwarzer Pfeffer wird oft mit Kurkuma kombiniert
In vielen Gerichten wird Kurkuma mit schwarzem Pfeffer kombiniert, sowohl aus geschmacklichen Gründen als auch, weil das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin dem Körper hilft, Curcumin (den Hauptwirkstoff der Kurkuma) besser aufzunehmen.
4. Die Farbe verändert sich beim Backen
In Backwaren wird der Farbton von Kurkuma beim Backen tendenziell wärmer und intensiver, insbesondere in Rezepten, die viel Öl oder Milch enthalten.
5. Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren
Um Aroma und Farbe zu bewahren, sollte Kurkumapulver in einem gut verschlossenen Behälter vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden.
